Ein Sonntagszopf und die Dinkel-Aufklärung

Dinkel ZopfNun gibts hier den versprochenen Dinkel-Post. Wie schon erwähnt mag ich einfach den Geschmack viel lieber. Dinkel gibt es als Weissmehl und auch als Vollkornmehl. So benutze ich es auch zum Backen, für was ich vorher Weizenmehl hell verwendet habe nehme ich nun das helle Dinkelmehl.

In der Schweiz gibt es die geschützte Marke Urdinkel, diese Sorte wurde nie mit Weizen gekreuzt und darf zum Beispiel kaum gedüngt werden (gibt es ebenfalls in der Ausführung hell/mittel/Vollkorn). Dinkel ist robuster als Weizen und viel weniger anfällig auf Krankheiten. Jedoch ist die Ernte weniger ergiebig, weshalb Weizenmehl günstiger ist als Dinkelmehl. Oftmals wird behauptet, dass Dinkel gesünder sei als Weizen. Zwei Gründe sprechen dafür, Dinkel (Urdinkel im besonderen) ist nicht überzüchtet und Urdinkel wird viel weniger gedüngt. Abschliessend, kann ich dies sicher nicht beurteilen. Aber wie gesagt mir geht es vor allem um den Geschmack und der passt mir eindeutig besser.. Probierts aus :)

So, lange Rede kurzer Sinn. Ich hoffe dieser Post regt euch an auch mal etwas mit Dinkel zu probieren. Alle Rezepte die ich hier posten werde sind auch ohne Probleme und meist mit der selben Mengenangabe (sonst werde ich es natürlich erwähnen) mit Weizenmehl zu backen und schmecken natürlich auch dann richtig gut :) Ich wollte diesen Post schreiben, falls Ihr denkt.. was macht die eigentlich immer mit diesem komischen Mehl.

Dinkel Zopf

Und jetzt kommen wir zum Besten Teil, das Zopf Rezept. Es lässt sich mit Weizenmehl und Dinkelmehl backen. Die Mengenangaben sind genau gleich. Dies ist mein Standardrezept und ist mit beiden Mehlen zig-fach erprobt!

Du brauchst:
– 500 gr Mehl
– 50 gr Butter (weich)
– 2 TL Salz
– 20 gr Hefe
– 3 dl Milch (lauwarm)
– Zum bestreichen: 1 Eigelb und ein bisschen Rahm 

Du machst:
– Mehl und Salz zusammenmischen und eine Mulde bilden. In die Mulde die Milch giessen und die Hefe darin auflösen. Den weichen Butter dazu geben und kneten kneten kneten. Oder in die Teigmaschine geben (so eine hab ich seit einem Monat..jajajaja..) und ein Sirup schlürfen bis der Teig geknetet ist.
– Danach den Teig in der Schüssel mit einem feuchten Tuch überdecken und mind. 2h gehen lassen. Man kann ihn auch über Nacht im Kühlschrank gehen lassen.
– vor dem Backen nochmals gut durchkneten
– den Teig in zwei gleich grosse Stücke schneiden, zwei Stränge rollen und zöpfeln (siehe Tipp 2)
– den Zopf mit der Eigelb / Rahmmischung (ca. 2 EL Rahm) bestreichen
– Bei 200° Grad 35 – 45 Minuten backen

Tipp 1: wenn ihr die Menge erhöht, empfehle ich Euch sie zu verdoppeln und zwei Zöpfe zu backen
Tipp 2: Was heisst zöpfeln? Wie macht man das? Der Backbube zeigt wies geht. Ich muss gestehen, dass ich jedes Mal einen Fehler mache, sieht man (fast) nicht und schmeckt trotzdem super!

Zwei weitere Rezepte mit Dinkelmehl: Dinklelbrötchen und Tartelettes

Ich wünsche Euch einen wunderschönen verregneten Sonntag
♥ Sarah

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